Elektronische Tanzmusik
Verfasst von alltagskunst am August 28, 2008
Gestern war ich in der Stadt. Das hat nicht viel mit elektronischer Tanzmusik zutun, aber so fang ich jetzt einfach mal an. Dort leistete ich einer Freundin Gesellschaft, die für sich eine WG in München sucht, da sie dort bald zur Schule gehen wird. Es dauerte ewig, war zum Schluss hin sehr sehr anstrengend und naja, sie war mir jedenfalls dankbar, dass ich so tapfer geblieben bin und gab daher nach verrichteter Arbeit ihre letzten 10€ für Bier aus, welches wir in der Zeit, die uns noch bis zur Abfahrt ihres letzten Zuges blieb, konsumierten.
Auf dem Heimweg kam er dann zur Vollendung, der Gedanke, den ich gerade aufschreibe. Ich ging gerade meines Weges, ein tolles Set eines tollen DJs auf den Ohren, halb gehend, halb tanzend, als es passierte.
„Electro, neee, das is doch immer das gleiche..“, auf einmal verstand ich, warum es genau so ein musste.
Das Mitgefühl, das ich empfand, für diesen einen Takt, der immer wieder kehrte, die Ausgelassenheit, das Wegdriften in die Musik, wie unmöglich wäre das ohne die Wiederholung eines einzelnen Taktes? Auch im Club, nach einem hammer Übergang, der Steigerung der Musik bis ins Unendliche, beim erneuten Einsetzen der Base-Line, wie explodiert man da innerlich, wie ist man da Eins mit der Musik.. und wie schnell wäre dieses Gefühl auch wieder weg, wenn man sich nicht in den Takt hineinleben könnte, wenn man nicht verschmelzen könnte mit ihm, wenn er nicht bleiben würde.
Ich bin froh, dass mein Gehirn so ausgerichtet ist, dass es Electro gut findet, und mir tun alle Leute leid, bei denen es ist nich so ist. Ich liebe einfach dieses Übergehen in eine andere Welt, das Eins sein mit der Musik, alles um sich herum vergessen. Es ist wie Hypnose, und das wichtigste ist, dass die Musik nie aufhört.
Interessant wäre, fällt mir gerade spontan ein, den Hörvorgang beim Hören von (elektronischer) Musik zu sehen. Hinter Hammer, Ambos und Steigbügel befindet sich doch diese Schnecke, die mit Flüssigkeit gefüllt ist, und die Reize der Gehörknöchelchen übernimmt. Diese Reize würde ich gerne sehen. Sie müssen etwas Schönes an sich haben.. Ich habe mich schon immer gefragt, wie Electro wohl aussehen würde, hätte er/sie/es eine Gestalt. Vielleicht finde ich ja auch hierfür irgendwann eine Lösung.
Dieser Eintrag wurde erstellt am August 28, 2008 um 10:15 und ist abgelegt unter Alltagskunst. Verschlagwortet mit : electro, Kunst, Musik. Du kannst alle Antworten auf diesen Eintrag mitverfolgen über den RSS 2.0 Feed. Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder Trackback von deiner eigenen Seite.